Mein Tätigkeitsbericht für die Amtsperiode 2011/2012

Filed under: Uncategorized — Aleks A @ 08:12

Ahoi Piraten!

Dieser noch amtierende Vorstand wurde am 17.11.2011 gewählt. Wir hatten vor, unsere in der vorherigen Amtsperiode angefangenen Arbeit fortzuführen: Weiter die Fundamente aufbauen, auf die die Piratenpartei Bayern 2013 und 2014 ruhen sollte, um die Wahlen gut zu überstehen.

Tja,das war der Plan…und dann kam Berlin

Der Bekanntheitsgrad der Piratenpartei wuchs über Nacht und die Mitgliederzahlen explodierten. Mit einem Mal kannte „man“ die Piraten, nahm sie wahr und endlich auch ernst.

Der Erfolg, den wir Piraten in Berlin holten, das Resultat davon, dass Piraten aus ganz Deutschland – und natürlich auch aus Bayern – den Menschen in Berlin erzählten, wer wir sind…

Dieser Erfolg veränderte alle unsere Pläne im Landesvorstand. Mitgetragen von dieser Erfolgswelle wurde unsere Arbeit beschleunigt.

Die Zahl der Interviews, die ich im Anschluss an der Berliner Wahl weiter vermittelte oder gab ist … unzählig. Wochenlang klingelte das Telefon nahezu pausenlos. Das wiederholte sich nach den Wahlen in Schleswig-Holstein, Saarland und Nordrhein-Westfalen.

Nicht ich kämpfte um Pressetermine, sondern die Presse um eine freie Leitung.
Ich musste mich eher daran machen, bayernweit die richtigen Ansprechpartner unter uns Piraten für Interviews zu finden – schließlich haben wir überall gute Leute, die Gutes zu sagen haben.

Interviews zu geben und zu vermitteln, das ist mittlerweile Tagesgeschäft, ebenso wie die Vermittlung anderer Anfragen der Presse an uns. Soweit sind wir schon gekommen.

Und dass die Presse nicht unfehlbar ist wissen wir spätestens seit dem 01.April: Auf unseren diesjährigen Aprilscherz fielen die Agentur AFP, die Nürnberger Nachrichten und das Bayerische Rundfunk rein.
Tschuldigung. :-) Es wird wieder vorkommen, versprochen.

Wir, der Landesvorstand und ich konnten die Medien regelmässig zufriedenstellen. Und ein zufriedener  Journalist ist ein Journalist, der wieder anruft. Und die Partei immer wieder in die Presse bringt.

Überhaupt finde ich, dass dieser Landesvorstand sehr gut zusammengearbeitet hat. Jeder hatte sein Bereich, und in diesem hat er alles gegeben, um die Zeit gut zu nutzen. Diese ehrenamtliche Truppe hat enorm gerockt. Ich danke euch allen für dieses geile Jahr.

Natürlich half mir bei der Arbeit mit den Medien, dass ich mich in der Amtsperiode davor schon mit vielen  Journalisten getroffen hatte und viel Arbeit in die Fundamente der Presse- und  Öffentlichkeitsarbeit investiert hatte.

Da Bayern eines der größten Bundesländer ist, ist die Pressearbeit hier nicht einfach: Wir müssen in die Breite gehen.

Und so ist es nicht mit einem Besuch verschiedener Journalisten in München  getan. Ich war in Augsburg, Regensburg und vielen anderen Städten unterwegs, um mich auch dort mit Journalisten und Redaktionen zu treffen. Hauptziel war und ist nach wie vor, vor Ort das Verständnis für unsere Partei und unsere Ideen zu wecken.

Wir machen in Bayern eine solide und kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit! Wir treffen uns regelmäßig mit den Vertretern der Medien und sehen zu, dass durch sie die Bevölkerung nicht vergisst, welche Partei die Alternative ist zu den müden und matten  Lösungen der Etablierten.

Dafür ganz, ganz herzlichen Dank an all die Helfer. Denn was ich alles tat, tat ich natürlich nicht alleine, sondern oft genug mit der Hilfe anderer, denen ich hier herzlich und sehr, sehr gerne danke.

Wer mich kennt, weiss, dass mir die landesbezogene Presse nicht reicht. Wir sind der mitgliederstärkste Landesverband der Piratenpartei und natürlich will ich, dass die Stimme der bayrischen Piraten auch bundesweit gehört wird. Deshalb habe ich angefangen, mit den bundesweit relevanten Pressevertretern in Berlin zu sprechen, regelmässig Termine zu vereinbaren und verlauten zu lassen, wie die Piraten Bayern über bestimmte Themen denken.

Ich werde und kann hier jetzt nicht jede einzelne Aktion auflisten, die ich während meiner letzten Amtsperiode getätigt habe. Dazu waren es zu viele. Sie stehen – wir sind Piraten – im Wiki: in den Protokollen der Telefonkonferenzen des Landesvorstands, die alle zwei Wochen stattgefunden haben und für alle öffentlich waren.

Neben der direkten Arbeit mit den Medien habe ich mich auch um andere öffentlichkeitsrelevante Termine gekümmert wie die Christopher Street Days in Bayern oder die Facebook Party der CSU, die wir erfolgreich kaperten, bei Podiumsdiskussionen wie die der Hanns Seidel Stiftung in München oder bei den „Frankfurter Journalistentagen“. Bei Infoständen oder bei der Oberbürgermeisterwahl in Landsberg, die unser Kandidat mit satten 7,6% abschloss und bei einem ATTAC Palaver zu einer „Partei der Zivilgesellschaft“.

Auch habe ich intern das Wissen über Medien soweit wie möglich verbreitet. Bei den beiden bisherigen Treffen der Öffentlichkeitsarbeit in Bayern, den Bundespressetreffen oder aber bei der Schulung für Politische Geschäftsführer der Bezirke, die nach langer Planung nächstes Wochenende stattfindet. (Danke. Christian – wo bist du? Danke Christian für die Organisation)

Natürlich stand ich jedem von euch gerne jederzeit zur Verfügung, wenn ihr Fragen hattet, ganz besonders bei Fragen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Meine Kontaktdaten stehen im Wiki, und einige von euch haben die Möglichkeit genutzt. Gerne und jederzeit wieder freue ich mich, euch helfen zu können. Auch dafür war und bin ich da.

Auch wurden mittlerweile zwei weitere Gruppen neben den schon bestehenden gegründet, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern: die SG Digitale Medien, die sich im Moment um die Website kümmert aber bei stetigem Wachstum auch andere Bereiche wie die Social Media übernehmen soll und die SG Texte, die sich um Texte jenseits der Pressemitteilungen kümmern soll, wie zum Beispiel Texte für Flyer.

Und natürlich habe ich immer wieder zugesehen, dass ich so viele wie möglich von euch treffe, um eure Meinungen und Gedanken kennen zu lernen. Ohne diese realen Treffen hätte ich den Medien nicht erzählen können, was „die Piraten in Bayern“ denken. So war ich an Stammtischen in Landsberg, Augsburg, Oderding, Diessen, und München zum Beispiel.

Beim Unterschriften Sammeln in Lindau. Oft genug in der Landesgeschäftsstelle oder beim Neujahrsempfang oder dem piratigen Aschermittwoch .

Auch hab ich es mir nicht nehmen lassen, bei den Gründungen der Kreisverbände in  Augsburg, Landsberg, Weilheim und Starnberg dabei zu sein.

Auch das Treffen mit den Sozialpiraten in Nürnberg, die Bezirksparteitage in der Oberpfalz – alle beide, in Niederbayern und Oberbayern, Oberfranken, Mittelfranken und Schwaben

Das Feiern kam auch nicht zu kurz! Bei den Sommerfesten in Ingolstadt und München führte ich gute und viele Gespräche. Dass ich bei den Aktionen in Wolfratshausen, Allgäu-Bodensee und München dabei war, versteht sich ja von selbst. Selbstverständlich auch meine Teilnahme an Demonstrationen gegen ACTA oder gegen die GEMA.

Im Anschluß an die erste ACTA Demo gelang es mir, die TZ in München zu einer Podiumsdiskussion zu bewegen, bei der Sekor meines Erachtens nicht nur erwartungsgemäß eine gute Figur machte, sondern bei der er auch im Publikum wie im Podium Teilnehmer von unserer Positionen überzeugte.

So wie es aussieht haben wir gute Chancen, den Bundesparteitag 2013.1  nach Bayern zu holen. Augsburg hat schon eine Bewerbung geschickt, und  angespornt davon werden wohl Nürnberg und München auch Bewerbungen  schicken. So ein Bundesparteitag ist auch für die Presse- und  Öffentlichkeitsarbeit im eigenen Bundesland eine wichtige Sache.

Apropos Bundesparteitag. Ich bin sehr, sehr stolz drauf, zu einem Fünftel zum Positionspapier der Piratenpartei Deutschlands beigetragen zu haben, das Holocaust Leugnung ächtet. Zu fünft schrieben wir das Positionpapier nieder, ich reichte es ein. Die überwältigende Mehrheit der Piraten stimmte dafür.

Ich werde menschenverachtende Positionen keinen Fuß breit in unsere Partei reinlassen. Nicht mit mir.

Ich habe nicht vergessen, dass wir Bayern nicht alleine auf dieser Welt sind. Deswegen war es mir wichtig, auch ausserhalb Bayerns als Politischer Geschäfstführer der Piratenpartei Bayerns aktiv zu sein. Bei den Landesparteitagen in Nordrhein Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg, bei Presseschulungen, die ich in Hessen, Baden Württemberg oder in Sachsen gab. Bei den Bundesparteitagen sowie bei Einladungen der Presse nach Berlin oder Frankfurt. Und natürlich auch bei der immens erfolgreichen zweiten Potsdamer Konferenz zur Aussenpolitik der Piratenpartei.

Auch diene ich unserer Idee über die Grenzen Bayerns und Deutschlands hinaus: Für die Deutsche Welle Lateinamerika habe ich die Ideen der Piraten erklärt, bei einem Vortrag in Barcelona oder aber bei der Konferenz der PPI in Prag, unserer weltweiten Dachorganisation. Und auch bei den Treffen mit den Konsulen aus den Niederlanden, den USA, Frankreich und Japan.

Doch zurück zu unserem Bayern. Ich finde es herrlich und immens wichtig, den Mächtigen, den Etablierten frech von der Seite zu kommen: Wir stellten Strafanzeige gegen Bayerns Innenminister Hermann wegen des Bayerntrojaners. Und just diese Woche haben wir Dokumente zum ESM veröffentlicht, die unverständlicherweise mit dem Vermerk „Vertraulich“ versehen waren. Ein Vermerk den wir Piraten glatt übersehen ;)

Von meinem kleinen Geltendorf aus habe ich es als meine Aufgabe gesehen, die Meinung der Piratenpartei Bayerns zu verbreiten. Wir sind die einzige Partei in Deutschland, die das Politische System und die Gesellschaft zum Guten verändern kann. Das ist meine tiefste Überzeugung. Und aus dieser Überzeugung hinaus war es nie Arbeit, mich für uns einzusetzen, sondern eine Selbstverständlichkeit, die noch dazu immens Spaß macht.

In den Augen der Etablierten Politiker die Angst zu sehen, dass wir ihnen Macht wegnehmen, um sie dem Volk zurückzugeben. Das macht Spaß.

Das Unverständnis für unsere Basisdemokratische Art in Verständnis dafür umzumünzen, dass wir eine demokratischere Gesellschaft brauchen. Das macht Spaß.

Klar zu machen, dass wir das asoziale Hartz4 wegschaffen müssen und mit einem sozialeren System der Teilhabe ersetzen müssen. Das macht Spaß.

Ich danke euch für ein Jahr Spaß und wünsche uns allen weiterhin:

Viel Spaß!
Vielen Dank!

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