Gerechtigkeit

Filed under: Demokratie — Aleks A @ 10:00

„Fiat iustitia, et pereat mundus“

Beim Neujahrsempfang der Piraten hat mich Rene herausgefordert, zu beschreiben, was für mich Gerechtigkeit ist. Da ich im Gegensatz zu den Politikern der Etablierten eine intellektuelle Herausforderung liebe, will ich kurz erklären, was ich darunter verstehe und schmeiße mich gerne in die Diskussion.

Gerechtigkeit bedeutet für mich, jedem die selben Chancen zu geben, sich zu verwirklichen und aus sich was zu machen. So bin ich für freie Bildung für jede Alterstufe. Natürlich in erster Linie für Kinder und Jugendliche, aber auch in der Erwachsenenbildung. Dank der Neokonservativen und Neoliberalen in FDP, SPD, CDU und Grüne kann sich heute nur derjenige gute Bildung leisten, der sie auch bezahlen kann. Gerecht wäre es meines Erachtens, wenn jeder egal wo, egal woher und egal in welcher ökonomischen Situation denselben Zugang zu Bildung hätte.

Gerechtigkeit bedeutet auch, dass man Menschen hilft, die gestolpert sind, die straucheln. Eine soziale Marktwirtschaft nach dem Muster der 60er und 70er dient, denjenigen zu helfen, die sich kurzfristig nicht helfen können. In arroganter und sozialdarwinistischer Manier wurde seit den 80ern die soziale Marktwirtschaft so ausgehöhlt, dass man Menschen, die in Schwierigkeiten stecken, maßlos ausnutzt, damit sie schön unten bleiben und jede Kröte schlucken. Ein solches Verhalten ist nicht gerecht, nicht fair, und einer modernen Demokratie nicht würdig.

Als liberaler bin ich auch der Meinung, dass Montesquieus „checks and balances“ nicht nur im Staatsgebilde sondern auch darüber hinaus angewandt werden sollten. Jede Macht in einer Gesellschaft bedarf einer Kontrolle, damit sie nicht zur Übermacht wird. So haben wir in Deutschland den Minderheitenschutz, und hatten bis zur Neoliberalen Wende auch eine Kontrolle ökonomischen Übermächte gemäß der GG Aussage „Eigentum verpflichtet“. Meines Erachtens führt ein Gleichgewicht der Machtpositionen zur mehr Gerechtigkeit. Sei es, weil die Mächte sich selbst zurückhalten oder weil sie von einer Gegenmacht im Zaun gehalten werden.

Als sozialliberaler wiederum bin ich der Meinung, dass jeder Mensch eine gerechte Chance verdient, am Gesamtwohlstand einer Gesellschaft teilzuhaben, so dass die Schere zwischen arm und reich nicht auseinanderklafft. Und auch die Bemühungen um Gleichbehandlung aller Menschen sind meines Erachtens ein Weg, gerecht gegenüber Allen zu handeln.

Nun bin ich kein Philosoph, und auch im Studium habe ich mich nicht mit dem Begriff befasst, so dass ich hier laienhaft nur meine Sicht wiedergeben konnte. Ich freue mich auf eine weitreichende Diskussion, aus der ich auch was lernen kann.

Der lateinische Zitat heißt übersetzt ungefähr: „Es werde Gerechtigkeit, auch wenn die Welt daran untergeht“

14 Comments »

  1. Hallo Alex,
    schön das Du Dir die Mühe gemacht hast. Ich möchte die Kommentarfunktion nicht zur Diskussion nutzen. Aber ich möchte zumindest ein paar Anmerkungen geben:

    „Jeder Mensch verdient eine gerechte Chance am Gesamtwohlstand teilzuhaben“

    Ein Schüler nimmt das Lernen ernst, büffelt jeden Tag und beendet die Schule mit 1,2. Sein Kumpel nutzt die Zeit zum kiffen und besteht die Schule gerade eben mit 4,2. Ist es gerecht wenn beide den gleichen Anspruch auf einen Ausbildungsplatz haben?

    2 Jahre später stellt sich heraus, der fleißige bemüht sich täglich 14 Stunden, aber er hat seine geistige Kapazität erreicht und schafft es gerade so zum kleinen Versicherungsvertreter der mit überteurten Versicherungen etwas Provision verdient. Der Kiffer, faul wie Henne,ist aber clever wie Einstein und entwickelt an einem Nachmittag ein auf THC basierendes Heilmittel gegen Schluckauf.
    Wer von beiden verdient gerechterweise ein höheres Einkommen? Der fleißige oder der faule? Der sich bemühende dumme oder der entspannte gescheite? Der Nutznieser oder der Nutzbringer?

    Dieses Beispiel zeigt nur ein paar der vielen Facetten von Gerechtigkeit und es zeigt: Gerechtigkeit kann nie allgemein definiert werden. Daher lehne ich den unspezifizierten Begriff Gerechtigkeit in allgemeinen Statements und Reden ebenso ab, wie z.B. Arbeit für alle.
    Lass uns das demnächst mal in einem RL Treffen genauer Bleuchten.
    Viele Grüße
    Rene

    Comment von Rene — 18. Januar. 2011 @ 10:30

  2. (soziale) „Gerechtigkeit“ kann nicht wirklich hergestellt werden, da der Antrieb zu Ihr dem Neid entspringt und selbst der noch so Gerechte spätestens deswegen ungerecht wird. (gibts ein tolles Zitat von Walther Rathenau: „Gerechtigkeit entspringt dem Neid; denn ihr oberster Grundsatz ist: Allen das Gleiche.“)

    Ich würde daher im Diskurs eher über „Ausgleich“ (Chancen, Extreme) sprechen als über „Gerechtigkeit“.

    Und ganz davon ab – selbst die Justiz hat nicht als Ziel „Gerechtigkeit“ herzustellen. (Wie auch).

    Comment von Vali — 18. Januar. 2011 @ 10:30

  3. @Rene
    „Ist es gerecht wenn beide den gleichen Anspruch auf einen Ausbildungsplatz haben?“
    Natürlich ist es das.

    „Wer von beiden verdient gerechterweise ein höheres Einkommen?“
    Danach schmeißt du dich in Wertungen über beide Beispiel Menschen. Nun, der Versicherungsvertreter ist sicher genial – in was anderem. Meine Erfahrung hat mich zur Meinung gebracht, dass kein Mensch ein schlechter Mitarbeiter ist – nur fehl am Platze.

    Und auch ich habe Gerechtigkeit nicht allgemein definiert, sonder ein Paar Facetten gezeigt, in denen m.E. die BRD nicht gerecht handelt, und die ich ändern möchte.

    @Vali
    Eigenartige Ansicht. Bei mir entspringt der Wunsch nach Gerechtigkeit nicht aus dem Neid, sondern aus meiner humanistischen Ethik. „Alle Menschen werden Brüder“ und andere Konzepte der Gleichbehandlung.

    Comment von Aleks A — 18. Januar. 2011 @ 10:47

  4. Der fleißige Schüler wird es als ungerecht ansehen, wenn der faule Kiffer die gleiche Chance auf einen Ausbildungsplatz hat.
    Du hattest in Deiner Rede mehr Gerechtigkeit gefordert. Ich möchte nur darlegen, dass eine solche Formulierung nichts, bzw. alles bedeutet.
    Die Liberalen empfinden es als Gerecht, wenn die fleißigen richtig Geld verdienen. Sie empfinden es als ungerecht, wenn ihnen ein Teil des Einkommens entzogen wird um nicht arbeitende zu unterstützen. Mehr Gerechtigkeit kann somit auch für den Abbau des Sozialstattes stehen. ;)
    Viele Grüße
    Rene

    Comment von Rene — 18. Januar. 2011 @ 11:03

  5. @Aleks: Woraus der Wunsch entspringt, sei erstmal dahingestellt (hinter der „humanistische Ethik“, die Du da nennst, vermute ich eher eine Art reziproknr Altruismus; also: ich will Gerechtigkeit für andere, weil ich sie auch beanspruchen will).

    Wichtig ist aber IMHO zu erkennen, dass (soziale) „Gerechtigkeit“ immer subjektiv und nicht klar zu definieren ist – das hat Rene Anhand von ein paar Beispielen aufgezeigt. Schon in der griechischen Literatur wird Gerechtigkeit als innere Einstellung bezeichnet – die ihre Grenzen immer da hat, wo der Mensch sich selbst zuerst der nächste ist.

    Allein aus diesen Gründen würde ich den Begriff im Diskurs vermeiden und lieber über „Ausgleich“ der Chancen und Extreme sprechen.

    Was aber auch nichts daran ändert, dass „Gerechtigkeit“ ein (gutes) idealtypisches Ziel ist, was aber nicht erreicht werden kann. Das zu wissen, machts einfacher über „Ausgleich“ zu sprechen ;-)

    Comment von Vali — 18. Januar. 2011 @ 11:09

  6. @Rene
    Ah, da ist der Piraten typische Reflex, jegliche Aussage auf 99,999% Genauigkeit zu analysieren. Darauf lege ich (wie ich schon gebloggt habe) keinen Wert.

    Was Gerechtigkeit für mich bedeutet, habe ich im Blogpost dargelegt.

    @Vali
    Ob wir es „Ausgleich“ nennen oder „Gerechtigkeit“ ändert zum einen nichts daran, dass man eben nur eine Annäherung an das Ideal schaffen wird. Zum anderen aber auch nichts daran, dass sie für mich (und soweit ich es erkennen kann auch für dich) ein erstrebenswertes Ziel ist.

    Entsprechend halte ich dein Kommentar für einen Einwand in einer semantischen Diskussion. Letztendlich geht’s doch um dasselbe. Oder nicht? Bitte um inhaltliche Klärung.

    Und zwar wünsche ich mir auch Gerechtigkeit für mich. Aber wenn’s um Hartz4 geht oder um kostenlose Bildung so ist hier nichts reziprok, da ich weder von der kostenlosen Bildung profitieren würde noch erwarte ich, in absehbarer Zeit zu den Hartz4 Empfängern zu gehören.

    Ich find’s erstaunlich, dass du mir regelmäßig unterstellst, einer wahrhaftig altruistischen Ethik unfähig zu sein. Da solltest du in dich gehen und überlegen, wieso du das tust.

    Comment von Aleks A — 18. Januar. 2011 @ 12:05

  7. Hallo Aleks,
    eine Gennauigkeit von 99,9% benötige ich auch nicht.
    Ich bin aber der Meinung das eine Aussage auch Inhalt haben sollte und wie ich dargelegt habe, ist der reine Begriff Gerechtigkeit inhaltsfrei.
    Wir sollten nicht den Fehler der anderen Parteien wiederholen indem wir sinnfrei Phrasen benutzen, von denen wir denken, dass sie gut ankommen.
    Du hast einige Inhalte genannt, die wenn sie gesondert aufgeführt werden, sinnvoll die Richung unserer Politik aufzeigen. Es ist aber nicht möglich und darauf wollte ich schon in Regensburg hinaus, diese Ziele unter dem Begriff Gerechtigkeit zusammenzufassen.
    Ich sehe es als piratige Politik die etablierten Parteien anhand ihrer leeren Phrasen als das darzustellen, was sie sind: inhaltslos. Da kommt es leider nicht gut, wenn wir die gleichen Formulierungen verwenden. ;)

    Comment von Rene — 18. Januar. 2011 @ 13:10

  8. @Rene
    Die Aussage wurde in eine Brandrede geäußert. Ich werde nicht anfangen, in Reden auch noch Kleingedrucktes einzubauen. Oder Fußnoten.

    Du meinst, es ist eine leere Phrase. Ich habe in meinem Blogpost versucht zu erläutern, was ich darunter verstehe.

    Comment von Aleks A — 18. Januar. 2011 @ 13:22

  9. @Aleks: im Grunde geht es um das selbe, ja. Semantische Diskussion? Auch ja – Luxus sozusagen.

    Dennoch möchte ich den Begriff vermeiden – aus den von mir genannten wie auch aus den von Rene genannten Gründen.

    Entschuldige bitte, wenn Du Dich durch meine Haltung zum („echten“) Alutrismus angegriffen fühlst – das war mir nicht bewusst. Ich unterstelle das nicht Dir persönlich sondern der gesamten Menschheit, also auch mir. Ich bin der Meinung, dass kein Mensch nachhaltig (also dauerhaft, durchgängig, zu allen Seiten) „echt“ altruistisch handeln kann. Das können wir sicher mal in Ruhe besprechen – aber stell Dich auf Cicero, Laotse und Goethes Faust ein ;)

    Comment von Vali — 18. Januar. 2011 @ 13:27

  10. @Vali
    In fünf Jahren diskutieren wir aber dann darüber, womit wir das Wort „Ausgleich“ ersetzen, oder? :-)

    „Cicero, Laotse und Goethes Faust“
    Hrg. Faust I habe ich gelesen, der Rest nur periphär… bin kein Phülosopf

    Comment von Aleks A — 18. Januar. 2011 @ 13:48

  11. @Rene, @Vali: Ich finde es befremdlich dass Ihr Gerechtigkeit für einen Sinnleeren Begriff haltet, ebenso, dass Ihr in eurer Argumentation auf den Faktor Neid zurückgreift.

    Ich glaube dass es problematisch ist, Gerechtigkeit im Sinne von Beziehungen und Proportionen zwischen Individuen zu betrachten, und auf die geltend Machung von Ansprüchen einzuschränken. Vielmehr ist Gerechtigkeit eine Frage der ausgewogenen Verteilung von Rechten und Pflichten, und der realen Teilhabe an dem allgemeinen Wohlstand und den allgemeinen Lasten, unter der Gesamtheit der Mitglieder der Gesellschaft. Es geht nicht darum ob der eine das größere Haus, den netteren Job oder das geilere Auto hat, sondern darum ob jeder Zugang zum gleichen Gesundheitssystem, zum gleichen Bildungssystem, zu den gleichen Kulturangeboten, den gleichen Anspruch auf Freizeit, auf Teilnahme an der gesellschaftlichen Gestaltung, auf die Bildung von Vermögen, auf Freiheit und einiges mehr, hat. Das die Ausgewogenheit dieser Verteilung nie ein hundert Prozent erreichen kann ist vollkommen klar, aber es ist doch ein durchaus erstrebenswertes politisches Ziel einen möglichst hohen Grad zu erreichen.

    Rene, ich finde deine Beispiele ziemlich wackelig, weil du Brüche in deiner Argumentationskette einfach überspringst. Gerecht ist es in der Tat wenn sowohl der Kiffer wie auch der Streber einen Anspruch auf Ausbildung haben. Ungerecht wird es nur dann, wenn unterschiedliche Kriterien für die Gewährung des Anspruchs herangezogen werden. Es müssen für alle die gleichen Kriterien gelten, bevor sie den Anspruch wahrnehmen können. Es ist wichtig, dass die Kriterien niemanden willkürlich ausschließen, aber auch nur denjenigen Zugang gewähren, die sinnvoll an einer Ausbildung teilnehmen können.

    Das der fleißige schlecht verdient ist wirklich ungerecht. Aber das liegt nicht daran, dass jemand anderes besser verdient, sondern daran, dass seine Arbeit falsch bewertet und entlohnt wird. Davon auszugehen das „kleiner Versicherungsvertreter“ ein Beruf ist, dessen Inhaber es verdienen schlecht zu leben, zeigt doch wie selbstverständlich es in dieser Gesellschaft geworden ist, die Arbeit der anderen gering zu schätzen. Dabei funktioniert eine Gesellschaft nur dann, wenn alle, der Klo Putzer und der geniale Neurochirurg mit inbegriffen, ihre Arbeit richtig machen, und daher ist es nur gerecht wenn alle von ihrer Arbeit gut leben können. Ich sage ganz bewusst „gut leben“ und nicht „gleich viel verdienen“.
    Der Fall des Kiffers der einen Glückstreffer landet, ist statistisch irrelevant und hat weniger in einer Diskussion über Gerechtigkeit zu suchen als in einer über Metaphysik.

    @Alle 3. Ein Blick auf die Geschichte zeigt das Gerechtigkeit die häufigste Forderung an den Staat ist. Was Politiker aus dem Begriff „Gerechtigkeit“ machen geht von Vernunftbasiert bis zu Haarsträubendst, aber ganz ehrlich, einen politischen Diskurs der sich nicht intensiv mit der Gerechtigkeit auseinandersetzt, wird auf Dauer keiner Hören. Das Problem ist, dass jede politische Handlung manche benachteiligt und manche bevorzugt. Das erzwingt eine Diskussion über die Gerechtigkeit der Handlung. In den letzten Jahren hat das Menschenverachtende Gelabere der Neoliberalen den Argument „Gerechtigkeit“ mit dem Argument „Effizienz“ ersetzt. Das hat zu der enormen Politikverdrossenheit in der Gesellschaft beigetragen.

    Comment von Andrés — 20. Januar. 2011 @ 11:34

  12. Lieber Andrés,
    du hast selbst im letzte Absatz das aufgeführt, was zu sagen ich beabsichtigt habe:
    „Das Problem ist, dass jede politische Handlung manche benachteiligt und manche bevorzugt.“
    Und warum ist das so? Weil es „die Gerechtigkeit“ nicht gibt.

    Und deswegen lehne ich es ab, sich auf „die Gerechtigkeit“ zu berufen.

    Im übrigen implizierst Du fälschlich meine Entscheidung im Beispiel des Versicherungsvertreters. Es war dagegen meine Intension zu betonen, dass man eben nicht sagen kann, ob das eine oder das andere gerecht ist. Eben weil „gerecht“ nicht definiert werden kann.

    Comment von Rene — 20. Januar. 2011 @ 16:31

  13. Hallo Rene, deine erste Behauptung ist ein non sequitur. Gerechtigkeit ist nicht, es immer jedem recht zu machen. Gerechtigkeit ist, eine Ausgewogene Auflösung eines Interessenkonflikts zu finden, eine die das Wohl der Gesellschaft mehrt und nicht mindert, eine die dem Gesellschaftsvertrag entspricht. Es ist durchaus möglich, dass das Individuum in manchen Situationen Gerechtigkeit unmittelbar als Nachteil aber nur mittelbar als Vorteil erlebt. Das ist zum Beispiel so, wenn es durch die Abgabe von Steuern in seiner Fähigkeit seiner Konsumgelüsten nachzugehen eingeschränkt wird, und durch eine gesellschaftlich getragenen Infrastruktur unbeschwerten Zugang zu Trinkwasser, Wärme und Strom hat. Gerechtigkeit gibt es, was es nicht gibt ist eine stabile Gesellschaft in der jeder, jederzeit ausschließlich zu seinem Vorteil agieren kann.
    Ich wollte nicht eine Entscheidung deinerseits implizieren, ich habe bloß mein Gerechtigkeitsempfinden zu deinem Beispiel geäußert.
    Du sagst man kann Gerechtigkeit nicht definieren, aber viele große Geister, die viel Weiser waren als ich, habe es über die Jahrhunderte getan. Du musst deren Definitionen nicht akzeptieren, aber ist es wirklich richtig diesen den Rücken zu kehren und Alternativlos für nichtig zu erklären? Meine persönliche Meinung ist dass im Kern jeder stabilen Gesellschaft der Wille der Menschen steckt in Frieden und Gerechtigkeit zu leben. Gesellschaften auf die das nicht zutrifft sind entweder zerfallen oder dabei sich selbst aufzureiben.

    Comment von Andrés — 20. Januar. 2011 @ 20:59

  14. Lieber Andrés,
    welchem großen Gelehrten kehre ich den Rücken?

    Soweit ich das überblicke haben alle namenhaften Philosophen eine übergeordnete Definition von Gerechtigkeit abgelehnt (vgl. Nietzsche, Marx, Weber, Topitsch). Einige sahen in der Gerechtigkeit lediglich eine subjektive Tugend in Bezug auf Präferenzen(vgl. Aristoteles, Platon, Mill)

    Deswegen habe ich Aleks gebeten, mir seine Definition von Gerechtigkeit mitzuteilen. Da der Begriff Gerechtigkeit, sofern allein verwendet, jede politische Ausrichtung einschließen kann.

    Viele Grüße
    Rene

    Comment von Rene — 21. Januar. 2011 @ 13:00

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