Ein offener Brief an den einzigen und echten Retter Deutschlands

Filed under: Konservative — Aleks A @ 14:30

Hier die Rede auf Youtube
Meine Rede beim Piratigen Aschermittwoch 2012
Es gilt das gesprochene Wort blablabla etc. pp. jadda, jadda, jadda…

 

Ein offener Brief an den einzigen und echten Retter Deutschlands

 

Sehr geehrter…

ohje…

<Atemübungen>

Sehr geehrter Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg

<röchel>

 

Mit Freudentränen lese ich, dass Sie, Karl der Große, uns arme Würmer, arme verlorene Seelen in Europa und in Ihrem Deutschland und in Ihrem Bayern endlich wieder beglücken.

 

Sie haben ja unserem geliebten Anführer Seehofer von Gottes Gnaden einen Korb gegeben. Ihm, der Sie nur an seiner Seite haben wollte.

Womöglich zu seiner Rechten.

 

Wie könnte Seehofer, unser kommissarischer Wulff, denn auch anders wollen als Sie in seine Nähe zu holen. Sind sie doch ein glorreiches Beispiel für Deutschland.

 

Unser Bundespräsident (äh, ex-Bundespräsident) übernahm Ihre Salamitaktik und gab nur das preis, was eh nicht mehr zu leugnen war. So wie Sie damals. Vielleicht sollten Sie beide in Salamitaktik promovieren…

 

Geliebter Doktor a.D.!

Achso, nee… Geliebter Doktor adé! (adé… winke winke…)

Mit Ihnen als Kanzler hätten wir keinen korrupten ex-Präsidenten!

 

Oh… wissen Sie was?

Sie wären der Einzige, der als Nachfolger für das Amt des Präsidenten taugen würde. Sie würden von vorn herein auf Ihre Rente verzichten, weil Sie mehr Geld haben als eine betrügerische Doktorarbeit Disketten braucht.

 

Deswegen müssten Sie nicht so lange am Stuhl kleben wie Herr Wulff (auch adé) oder Herr Sauerland (noch einer adé), denen die Rente so außerordentlich wichtig ist, weil sie sonst nichts gelernt haben.

 

Das selbe Problem hat ja die FDP Riege an der „Macht“ <kicher> an der „Macht“<gacker> an der „Macht“<lach> die FDP Riege an der „Macht“ <krieg‘ dich wieder ein…>

Wo war ich?

Achso ja…

 

Sie als Präsident, so schön, so modern, mit ihrer artigen, adretten, quietschfidelen blonden Frau wären das perfekte Beispiel dafür, dass wir Deutsche immer noch die Herren sein können. Sie mit ihrem ideologischen Katalog von 1871!

 

Mit Ihnen gäbe es noch mehr Industriebarone, Polizei, Beamte und Politiker die nichts können aber alles dürfen.

 

Mit Ihnen würden Adelige und ihre Hobbys den politischen Diskurs endlich wieder beherrschen.

 

Herr Ex-Doktor, ex-Minister, ex-Reichskanzler Kandidat von und zu Guttenberg,

mit Ihnen gäbe es keine Frage, wieso unsere Truppen im Ausland sind, und die Antwort gäbe keinen Grund, vom Amt des Präsidenten zurückzutreten. Sie haben es ja klar gemacht, in Ihrer allzu kurzen Zeit als Bundesminister der Verteidigung, dass unsere tapferen Soldaten dafür da sind, wirtschaftliche Interessen auch militärisch abzusichern, Mr. Karl-to-go.

 

Sie wären also wieder Mal ein KreuzRetter der Märkte! DIE MÄRKTE! Die einzig wichtige Macht in unserem Lande!

 

Sie als Präsident der Herzen würden dafür sorgen, dass wir wieder Raum im Nahen Osten bekämen.

 

Wenn diese verdammten Ausländer gegen unsere wirtschaftlichen Interessen verstießen… Mei, dann würden wir ihnen noch mehr Truppen auf den Hals jagen. Schließlich geht es hier um das Vaterland.

(Also, unser Vaterland, anderer Leute Vaterland kann uns gestohlen bleiben – bzw. wir sehen zu, dass wir alles stehlen, was wertvoll ist – aus anderer Väter Länder)

 

jetzt habe ich den Faden verloren…

 

Lieber Baron von Münch… äääääähm…

Freiherr von und zu Guttenberg, sie würden nicht den Fehler Westerwelles wiederholen, nicht in Libyen helfen zu wollen – schließlich gibt es da Gas.

 

Sie würden uns mit Ihrer Ideologie aber davor retten, etwas gegen das unmenschliche Gemetzel in Syrien zu tun. Schließlich gibt es in Syrien nichts zu holen…

 

Sie!

 

Sie würden genüsslich unsere Truppen überall dort hinschicken, wo es was zu holen gibt. Drei zwei eins Meins! Hells Bells frohlocken, made in Germany!

 

Doch vorerst sind sie Berater von Frau Kroes in der EU. Unentgeltlich, natürlich. Für Geld macht es ja der Pöbel…

 

Sie werden sicher die Expertise Ihrer Burgfrau als Jägerin alles Bösen im Internetz zu Rate ziehen. Mit dem Wissen und Können von Ihnen beiden werden Sie sicher herausfinden, wo man das Internetz ein- und wieder ausschaltet.

 

Immerhin haben Sie schon mehr über den Zeitgeist kapiert als Minister Friedrich, diesem geistig optimierungsfähigen Innenminister, dem wohl schon ein Faxgerät Angst einjagt. Teuflisches modernes Zeugsel…

 

Herr Minister Friedrich, für den das Grundgesetz eine Gruselgeschichte für Halloween und Nächte ums Lagerfeuer ist.

 

Herr Guttenberg, Sie Träger des Salamiordens,

 

Sie bräuchten keinen Staatstrojaner, Sie müssten nicht jedem dahergelaufenen Kleinkriminellen hinterherschnüffeln. Jeder aufrechte Deutsche würde Ihnen seine tiefsten Geheimnisse verraten! So würden Sie umgehend Deutschland retten!

 

Liebster Theo, darf ich Theo sagen? Ich bin gerührt, dass sie das Beste für Deutschland und für Bayern tun wollen. <Hier bitte eine Träne aus dem Auge wischen> Ich fühle mit Ihnen, dass dafür sehr harte Opfer in Kauf genommen werden müssen. <Träne aus dem anderen Auge wischen>

 

KT, tun Sie das einzig richtige für Bayern, für Deutschland, für Europa: Bleiben Sie bitte noch sehr, sehr lange in Amerika!

Die Union hat kreative Menschen nicht verstanden – und das Internet erst recht nicht

Filed under: Internet-Ausdrucker,Konservative,Piraten,Urheberrecht — Aleks A @ 14:51
Sehr geehrte Damen und Herren der CDU/CSU,
Sie haben es nicht verstanden. Sie zeigen sich grundsätzlich unfähig, das Netz und kreative Menschen zu verstehen.
Sie schreiben: „Die deutsche Kreativwirtschaft ist der Wachstumsmotor für die digitale Gesellschaft.“
Nein.
Ist sie nicht.
Die KREATIVEN sind der Wachstumsmotor der Gesellschaft, digital oder nicht. Die Menschen sind das Wichtigste. Und was sie nicht verstanden haben ist, dass im Netz jeder Mensch kreativ sein kann, jeder Mensch Inhalte anbieten kann. Dafür braucht man keine Vermittler – das geht von kreativem Menschen zum Publikum – direkt und ungefiltert.
Noch dazu, und das tut der von Ihnen hofierten und äußerst großspurig genannten „Kreativwirtschaft“ – im Netz nennt man sie „Contentmafia“ – weh: kreative Menschen können den Mehrwert ihrer Arbeit direkt bekommen. Den Applaus, das Geld, das Ansehen des Publikums und ihresgleichen. Die Medienwirtschaft, die sie „Kreativwirtschaft“ nennen, gehen dabei leer aus. Weil weder das Publikum noch die kreativen Menschen sie brauchen.
Die von Ihnen unterstützte „Deutsche Content Allianz“ ist nichts anderes als das Aufbäumen derjenigen, die ihre Felle wegschwimmen sehen. Die Publikum und Kreative über Jahrzehnte malträtiert haben und jetzt merken, dass sich Publikum und Kreative rächen – indem sie sie im Medium Internet links liegen lassen und direkt in Kommunikation treten.
Ein Hoch auf die kreativen Menschen! Ein Hoch auf die Bürger, das Publikum.
Sie, sehr geehrte Damen und Herren der CDU/CSU und Sie, Großkopferten der Medienindustrie, sind Dinosaurier, die den Einschlag des Kometen nicht hören wollen, nicht verstanden haben.
Wir Piraten haben es gehört, wir haben es verstanden. Wir arbeiten fieberhaft daran, Kreative zu unterstützen und eine Welt zu bauen, in der Künstler von ihrer Kunst leben können und das Publikum diese Kunst genießen kann. Ohne Vermittler, ohne Blutsauger, ohne Durchlauferhitzer, direkt für die Menschen.
Auf Wiedersehen, sehr geehrte Damen und Herren der CDU/CSU, sie haben es nicht kapiert.

Lebewohl, FDP

Filed under: Konservative — Aleks A @ 21:59

Man wird es mir vielleicht nicht abnehmen, aber ich bin traurig, dass die FDP sich aus der Parteienlandschaft verabschiedet.

Nein, versteht mich richtig. Dass die Lobbyralen und ihre asozialen Einstellungen und Aussagen verschwinden ist durchaus ein Segen für den Zustand der Republik. Doch ich kenne genügend echte Liberale, die dann heimatlos werden. (Tatsächlich sind einige Liberale weiterhin Mitglied der FDP. Wieso, ist ihr Geheimnis…)

Außerdem hat die FDP Begriffe wie „Liberal“ und „Liberalismus“ für sich vereinnahmt und denen entsprechend einen Bärendienst erwiesen. Viele Bürger glauben, das was die FDP tut und sagt sei liberal. Dabei ist der Manchester Kapitalismus, dem die FDP verfallen ist, alles andere als liberal, alles andere als Politik mit dem Bürger, für den Bürger. Sie ist menschenfeindlich, markthörig, geldgierig. (more…)

Zur unsäglichen „Integrations“Debatte

Filed under: Ausländerpolitik,Konservative — Aleks A @ 12:52

Erlaubt mir, mit der Außensicht in den Diskurs einzugreifen. Dazu ein bisschen persönliche Geschichte, damit ihr wisst, woher ich diese Außensicht herleite:
Ich bin in Deutschland geboren, lebte aber zwischen meinem 3. und meinem 18. Lebensjahr in Spanien. Dort machte ich in einer Deutschen Auslandsschule als Quereinsteiger mein Abitur. Ich besitze zwei Staatsangehörigkeiten: Die Deutsche und die Spanische.

Nun zur Debatte: Tatsächlich meinen die Sprücheklopfer der Etablierten mit ihrer „Integrationsdiskussion“ eher Assimilation denn Integration. Alles, was sich nicht über einem Kamm scheren lässt ist doch Konservativen immer ein Dorn im Auge. Zusätzlich dazu sind sie gerade dabei, die niederen Instinkte der Bevölkerung zu befeuern, um am Rechten Rand zu fischen und die Leute vom Denken abzuhalten. (more…)

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten

Filed under: Konservative — Aleks A @ 07:58

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Industriebarone, Polizei, Beamte und Politiker die nichts können aber alles dürfen.

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Sexualität wird tabuisiert und verboten, die Kirche tut, was sie will (auch mit Kindern). Doppelmoral ist an der Tagesordnung.

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Unterdrückung durch die Mächtigen ist an der Tagesordnung, und die Enkelin Bismarcks labert Amok.

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Die Antwort der Mächtigen auf die Rufe nach Freiheit und Demokratie sind Schlagstöcke und Repression.

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Adelige und ihre Hobbys beherrschen den Politischen Diskurs.

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Die Medien gehören und gehorchen den Mächtigen.

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Wer nicht passt wird passend gemacht.

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Vermeintlich Liberale paktieren mit der Macht, stellen es als Erfolg dar.

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten, und es wird Zeit, es zu ändern.

[Nachtrag]:

Ich fühle mich wie zu Bismarcks Zeiten:
Kraniometrie wird wieder angewandt.

Freiheit, Gleichheit, Lebenslust

Filed under: Konservative,Piraten — Aleks A @ 15:17

Ich sehe in piratenblogs zum Beispiel von heute wie auch in deren Kommentaren ein komplettes Unverständnis dafür, Menschen leben zu lassen, wie sie es für richtig halten – gepaart mit einem Großteil Angst, die existierenden Pfründe für die Standard (Kern-)Familie zu verlieren.

Und es schockiert mich, dass Piraten der Meinung sind, alternative Formen der Lebensgestaltung seien weniger wert als die allgemein üblichen. Es schockiert mich, weil ich dachte, wir seien die Partei der Freiheit und Gleichbehandlung. Wobei, die breite Unterstützung einer Initiative, die den Begriff von Familie in das 21 Jhd. bringt, mich mit der Partei versöhnt. (more…)

Der letzte Mohikaner

Filed under: Bürgerrechte,Konservative — Aleks A @ 10:52

Vorgestern verbrachte ich einen angenehmen und interessanten Abend mit Jimmy Schulz (MdB, FDP), und mit mir einige andere Piraten (und ein Grüner). Ich kenne Jimmy seit gut sechs oder zehn Jahren, und schon damals kam er mir wie der letzte Liberale in der FDP vor. Ihm glaube ich, wenn er sagt, dass er mit aller Kraft gegen Zensursula kämpft, gegen SWIFT, ACTA und andere Schweinereien, die auf Bundes- und EU Ebene geschehen. Dafür auch an dieser Stelle einen Herzlichen Dank an ihm, wie auch dafür dass er sich unseren bohrenden Fragen und meinen spitzen Bemerkungen stellte.

Doch vorgestern Abend wurde mir wie sonst nie der Unterschied klar zwischen der FDP und den Piraten. Jimmy erzählte erfrischend deutlich und freigiebig darum, welche Kuhhandel in der Politik nötig sind, um zumindest einen Teil der eigenen Überzeugungen voranzubringen. Nun, bin  ich kein naiver Jüngling (mehr) und weiß, dass Kompromisse notwendig sind. Dass man immer wieder eine Güterabwägung treffen muss, was man eher haben möchte. Tu ich ja selber in meiner Rolle als Entscheider auch regelmäßig. So ist das Leben.

Doch in der Güterabwägung unterscheiden sich Piraten und FDP gewaltig. Die FDP ist bereit, die Bürgerrechte zur Seite zu lassen, sie gar zu ignorieren, um andere Ziele zu erreichen. Die Piraten wiederum als liberale Partei setzen den Bürger und seine Rechte als Maßstab allen Tuns. Sie sind eine humanistische, liberale Partei, die den Menschen als Zentrum des politischen und sozialen Geschehens setzen. Weswegen wir Dreck wie SWIFT, ACTA oder die wiederaufkommende Censilia geradewegs ablehnen.  Auch in Hinsicht meiner Epiphanie ein interessanter Abend.

Jenseits von allen Parteiunterscheiden freut es mich, wenn Jimmy weiterhin für liberale Politik kämpft, gegen die Koalition, gegen seine Partei. Es wäre gut für Deutschland, wenn er sich durchsetzen dürfte.

Epiphanie

O, si tacuisses…

Filed under: Fremdschämen,Konservative — Aleks A @ 16:59

Liebe Frau Merk,
wo soll ich anfangen?

Also: Kinderpornographie ist nicht dasselbe wie Pornographie, die sich Kinder anschauen.

„Fisting“ ist eine sexuelle Praxis, die allen Anschein nach manchem Menschen gefällt. Solange Geber und Empfänger damit einverstanden sind ist sie vollkommen legal und Teil der freien Entfaltung der Persönlichkeit.

Diese Wiederum ist ein Grundrecht. Mir ist bewusst, dass die CSU/CDU die Grundrechte lieber heute als gestern abschaffen möchte. Aber trotzdem… (more…)

Ich bin dafür: v.d. Leyen for President!

Filed under: Konservative — Aleks A @ 07:44

Dass die CDU Ministerin von der Leyen als Kandidatin zum Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland vorschlagen will sagt vieles über diese Partei.

Zum Einen hält sie die Mutter der Nation, diese ultrakonservative Lügnerin, die dem Deutschen Volke sieben Deutsche Kinder geschenkt hat, für ein gutes Vorbild. Nicht so eine dahergelaufene Professorin, die womöglich eine eigene Meinung hat und sie auch laut kundtut. (Wir wissen ja, daß das bei der CDU verpönt ist. ) (more…)

Wir schiessen uns auf Vater Abraham ein

Filed under: Konservative — Aleks A @ 17:22

Da ist er. Wir haben ihn gefunden. DEN größten Feind der Demokratie in Deutschland: Wolfgang Thierse.
Familienministerin Kristina Schröder ist sich tatsächlich nicht blöde genug, ihn so zu titulieren, weil Herr Thierse tatsächlich sein Recht auf freie Meinungsäußerung in der Form eines Sit-Ins gegen die Braunen ausgeübt hat. Diese kamen dank ihm und viele andere Demonstranten keine Paar hundert Meter weit. (more…)

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