Politiker müssen nicht wissen, wovon sie reden

Filed under: Demokratie,Zensur — Aleks A @ 08:55
Es ist eine traurige Welt, in der wir Leben, wenn ein Thomas Jarzombek als „Medienpolitischer Sprecher“ mit so wenig Fachkenntnis zum Internet daher redet und auch noch bei The European Gehör findet.
Stellen wir bitte schön eine Sache zu aller erst fest: Das Internet ist nicht die Wiedergeburt des Fernsehens, des Radios oder der Printmedien im digitalen Gewand. Das Internet ist kein klassisches Medium – zumindest ist es mit keinem davon vergleichbar. Ich würde mir wünschen, wenn gerade die konservativen Politiker wie Herr Jarzombek nach 20 Jahren  Existenz des Netzes zumindest so weit wären, dies endlich zu verinnerlichen. Dass das immer noch nicht passiert ist spricht nicht für die mentalen Kapazitäten konservativer Politiker. (more…)

Es rollt eine Welle auf uns zu

Filed under: Bürgerrechte,Zensur — Aleks A @ 15:01

Piraten, Landsleute, Freunde,
liebe Kämpfer für die Freiheit.

Es rollt eine Welle der Bigotterie auf uns zu, die den Bürgern da draußen klar machen will, dass Bürgerrechte nur störende Hürden sind, die eher Probleme bereiten. Eine Konterrevolution, die die Revolution(en) der Freiheit(en) zurückdrehen will, die in den 60ern und 70ern des letzten Jahrhunderts so zurückdrehen will, wie die Neoliberale Ideologie die soziale und solidarische Revolution zurückgedreht hat.

Mit Sendungen wie „Tatort Internet“, die Moralbarbie von Guttenberg, flankiert von Rechtsaussen Käseblatt Bild-„Zeitung“ sowie diesmal vom ehemals liberalen Stern. Mit Falschaussagen aus dem BKA, die eher die eigene Unfähigkeit zu Tage bringen. Mit regelmäßigen Sticheleien, Halbwahrheiten, Lügen, unpräzise Vereinfachungen. (more…)

Denkverbote

Filed under: Zensur — Aleks A @ 15:35

Glaubt nicht, dass ich jetzt den dämlichen Spruch vom Lobbyralen Westerwelle übernehmen werde, mit der er seine Hatz gegen die Ärmsten der Armen startete.

Nein, mir geht es um was ganz anderes. In Deutschland, wie in wohl kaum einen anderen Land Europas, herrscht eine Atmosphäre des Verbietens. Werke und Parolen sind verboten, bestimmte Filme sind verboten, Rammsteins „Liebe ist für alle da“ wurde verboten.  Ok, also nicht wirklich verboten, sondern indiziert. Im Sinne des „Jugendschutzes“. Da frage ich mich, wieso nicht schon die „Ab 18“ Einschränkung genügt. Wieso müssen wir in diesem Land auch Erwachsene Menschen „geschützt“ werden?

Versteht mich nicht falsch. Faschistische Gedanken (z.B.) sind das Letzte, und ich werde sie bis zu meinem letzten Atemzug bekämpfen. Und auch ich habe keine Lust, Filme im Stil von „Zombie Lesbische Vampire gegen Nazi Wärter“ anzuschauen (hei, einen echten indizierten Film darf ich hier nicht nennen).

Doch es darf nun Mal keine Denkverbote geben. Wir sollten dämliche Ideen der Lächerlichkeit preis geben, nicht verbieten. Und wer in „Mein Kampf“ reingeschaut hat wird schnell erkennen, was für ein unsäglicher Müll die Schrift ist und sich schnell von diesem Gedankengut abwenden. Da sind manche Kolumnen in der Bild-„Zeitung“ schlimmer, weil leider zugänglicher geschrieben.

Wer von uns war nicht schon Jung und fühlte sich besonders vom Verbotenen angezogen? Die erste Zigaretten, der erste Joint, für manche von euch das erste Glas Alkohol. Die erste verbotene Schrift (bei mir war’s eher „Das Kapital“ als „Mein Kampf“ – aber immerhin sind aber im „Kapital“ ein Paar brauchbare Ideen und Konzepte…).

In Ihrem Wahn, „uns“ vor „denen“ zu beschützen, wird in Deutschland immer der Weg eingenommen, der einschränkt. Klar, ist einfacher als sich mit dem Verbotenem auseinander zu setzen. Ich, als liberaler Mensch mit libertären Zügen bin der Meinung, daß jede Idee, und sei sie noch so dämlich, das Recht hat, gehört zu werden. Dämliche Ideen zu erlauben erhöht den Wert davon, sie zu bekämpfen. Eine  repressive Kontrolle von Inhalten trifft mündige und erwachsene Menschen, macht sie letztendlich unmündig und zu Kindern des Staates. Und in letzter Konsequenz zu Opfern eines totalitären Staates, das jeden Schritt seiner Bürger kontrollieren will, damit sie vom – wie auch immer definierten – „richtigen Pfad“ abweichen.

Ich will die Freiheit als Erwachsener und mündiger Bürger haben, der die Staatsgewalt laut Grundgesetz inne hat, selber zu entscheiden, was ich mir anschaue, anhöre und was ich lese. Und Rammsteins neues Album ist gut, aber nicht der Beste, den sie herausgebracht haben. Doch das entscheide ich, nicht Frau von der Leyen.

Wikipedia betreibt Wahlkampf

Filed under: Demokratie,Zensur — Aleks A @ 11:24

Wikipedia, oder, wie wir sie seit Jahren mehr oder weniger freundlich nennen, die „allwissende Müllhalde“, mischt sich kräftig in den NRW Wahlkampf ein. Die Blockwarte dort verweigert wieder einen Eintrag, was keinem Überrascht – die „Löschdiskussion“ wurde wiederholt geführt, ohne dass Wikipedia oder Wikimedia daraus gelernt hätten. Nur diesmal verweigert die Wikipedia einen Artikel zu Bärbel Beuermann, ihres Zeichens Spitzenkadidatin der Partei „Die Linke“ für den NRW Wahlkampf. Durch ihre Auslassung und der Unterdrückung von Information betreibt sie aktiv und massiv Wahlkampf und zensiert. (more…)

Zensursula hat eine Schwester im Geiste

Filed under: Zensur — Aleks A @ 20:28

Sie heißt Frau Malström und will auch nichts gegen die Verbreitung von Kinderpornographie unternehmen.
Sie zieht es vor, die Belege für dieses Verbrechen wegzufiltern anstatt sie löschen zu lassen und deren Verbreiter zu verfolgen.
Man fragt sich, wer in der deutschen Regierung ihr den Floh ins Ohr gesetzt hat. Denn es ist die perfide Strategie der etablierten Parteien in Deutschland, die Gesetze, die in Deutschland keine Mehrheit bekommen, über die „Europa“ Keule wieder einzubringen. Das hat zum Glück bei der Vorratsdatenspeicherung nur zum Teil geklappt.
Aber es ist ok – je mehr die Internet Ausdrucker weiterhin Zensur, Unterdrückung und Kontrolle durchzusetzen versuchen, desto mehr Bürger werden merken, daß die Alternative zu diesem Blödsinn Transparenz und wirksame Verfolgung der Täter ist. Und auf der politischen Ebene die Piratenparteien der unterschiedlichen Länder.

NACHTRAG: Holt euch eure „Censilia“ Schäublone!

Die Verräter und das Fernsehen

Filed under: Zensur — Aleks A @ 06:00

Fest im Glauben, sie seien immer noch eine Volkspartei mit der Chance, bei Wahlen wieder zu gewinnen, verwehren sich SPD Parlamentarier gegen die von Grüne und Linke gewünschte Normenkontrollklage vor dem Bundesverfassungsgericht.

Wahrscheinlich hoffen sie, die vom totalitären rechtsaußen Roland Koch durchgesetzte Kontrolle des CDU-Senders ZDF beizeiten zu ihrem eigenen Vorteil umdrehen zu können. Schließlich gehört die Republik den Parteien und hat denen zu dienen – so zumindest das Verhalten von SPD und CDU/CSU in den 30 Jahren, in denen ich schon in Deutschland weile. (more…)

Of mice and Staatsanwälte

Filed under: Zensur — Aleks A @ 11:16

So sieht es aus:
Ein Mann ersticht eine Frau im Gerichtssaal. Ein Polizist stürmt herbei, muss im Bruchteil einer Sekunde entscheiden und schießt. Leider auf den Ehemann der Erstochenen und nicht auf den Täter. So was sollte zwar nicht passieren, aber an Stelle des Polizisten weiß ich nicht, ob ich den Fehler nicht auch gemacht hätte. Polizisten sind ja auch nur Menschen, Menschen machen Fehler.

Einen Erklärungsversuch, wieso der Polizist genau diese Entscheidung traf, machte Dr. Sabine Schiffer: Rassismus.
Es stellt sich nämlich so dar, daß der Täter ein Weißrusse ist, die ermordete eine Ägypterin, genauso wie der irrtümlich angeschossene Ehemann. Dr. Schiffer analysierte – meines Erachtens korrekt – daß eine Atmosphäre der Darstellung in den Medien von arabischen Menschen als potentielle Terroristen den Polizisten zu seiner Fehlentscheidung führte. Nicht, weil der Polizist rassistisch veranlagt wäre, seine Gedankenprozesse konnten in dieser Situation gar nicht so weit greifen, er mußte in Bruchteile von Sekunden entscheiden.

Wieso erzähle ich euch das Ganze eigentlich? (more…)

Der Guido und die Zensur

Filed under: Konservative,Zensur — Aleks A @ 06:00

Über das unliberale Verständnis des FDP Vorsitzenden zum Grundrecht auf Meinungsfreiheit.

Nachdem sich aber „Leistung wieder lohnen muss“, sinkt also die FDP von 15 auf 11, 9, 8, 6 Prozent. […] Und darum dreht er jetzt völlig durch, der Herr Guido, und schwingt seine sozialpolitische Abrissbirne.“ hatte Bruder Barnabas in diesem Jahr dem Führer der Lobbyralen vorgeworfen, und weiter „Alle Hartz IV-Empfänger sammelt er in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drumrum ein großer Zaun. [..] und überm schmiedeeisernen Ausgang, bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd steht: „Leistung muss sich wieder lohnen.“„. (more…)

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