Die (R)Evolution

Filed under: Piraten — Aleks A @ 09:00

Nun haben sich die Piraten in Chemnitz einen Ruck und entsprechend ein erweitertes Programm gegeben. Und ich komme jetzt erst dazu, etwas zu sagen.

Zu aller erst: Die Piraten, die da waren, sind zwar in den ersten Stunden gestrauchelt, aber dann gab’s einen Schlagabtausch um Themen und Positionen auf einem teilweise so hohen Niveau, dass ich mir die Augen reiben musste. Ein Lob für jeden, der vor’s Mikro trat, und sich dem politischen Diskurs hingab. SO wird Politik gemacht. SO funktioniert Basisdemokratie. Indem man sich zuhört. Und Meinungen austauscht.

Ein weiterer Punkt: Außerhalb des Saals gab’s viele, sehr viele sehr interessante Diskussionen. Unglaublich fruchtbare Gespräche, in denen sich die Piraten auch zuhörten, Meinungen austauschten. Wenn wir uns weiter mit solchem Respekt behandeln, werden wir zu genau dem, was ich mir für die Piraten wünsche. Eine geeinte Truppe, die Deutschland wieder zu einem Land macht, in dem man in Freiheit und dank Gleichheit ohne Angst gut leben kann. (more…)

Politiker müssen nicht wissen, wovon sie reden

Filed under: Demokratie,Zensur — Aleks A @ 08:55
Es ist eine traurige Welt, in der wir Leben, wenn ein Thomas Jarzombek als „Medienpolitischer Sprecher“ mit so wenig Fachkenntnis zum Internet daher redet und auch noch bei The European Gehör findet.
Stellen wir bitte schön eine Sache zu aller erst fest: Das Internet ist nicht die Wiedergeburt des Fernsehens, des Radios oder der Printmedien im digitalen Gewand. Das Internet ist kein klassisches Medium – zumindest ist es mit keinem davon vergleichbar. Ich würde mir wünschen, wenn gerade die konservativen Politiker wie Herr Jarzombek nach 20 Jahren  Existenz des Netzes zumindest so weit wären, dies endlich zu verinnerlichen. Dass das immer noch nicht passiert ist spricht nicht für die mentalen Kapazitäten konservativer Politiker. (more…)

Von Mäusen und Geeks

Filed under: Piraten — Aleks A @ 10:49

Ich in heute freundlich eingeladen worden, Anträge der Piraten zu unterstützen, die an den Regeln für Liquid Feedback irgendwas ändern sollten. Ich habe dankend abgelehnt. Wobei mich das Vertrauen sehr ehrt, dafür persönlich und direkt angesprochen zu werden. Auch weil ich den Piraten schätze, der das tat.

Doch bin ich der ganzen Diskussion überdrüssig, die die Piraten in der Werkzeug zur direkten Demokratie „Liquid Feedback“ (LQFB) führen. Ich fühle mich wie in meiner Arbeit, bei der mehrere Mitarbeiter mindestens einen Personenmonat damit verbracht haben zu diskutieren, wie viele Zeichen pro Zeile das Versionierungssystem maximal akzeptieren sollte. Auch dort habe ich die Reißleine gezogen und die Kollegen gebeten, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. (more…)

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